
Früher war es mein größtes Ziel, die besten Haarschnitte und Colorationen zu kreieren, Trends zu setzen und handwerklich zu perfektionieren. Doch mit der Zeit habe ich gemerkt: Es geht um so viel mehr als nur um Haare.
Wenn eine Kundin bei mir im Stuhl sitzt und sagt, ihr Haar sei dünner geworden, dann ist das selten nur eine Frage des Schnitts. Manchmal hat sich etwas an der Ernährung verändert. Manchmal ist es eine Phase, in der der Körper anders arbeitet als vor zehn Jahren. Und manchmal ist es der Blick in den Spiegel, der sich verändert hat, nicht das Haar.

Deshalb arbeite ich auf vier Ebenen: Haar, Haut, Nährstoffe und Haltung. Nicht nacheinander, wie eine Liste, die man abhakt – sondern zusammen. Der Schnitt allein trägt nur so weit, wie das Haar es zulässt. Und das Haar trägt nur so weit, wie es versorgt ist.
Was das praktisch heißt: Jeder Termin beginnt mit dem Gespräch, nicht mit der Schere. Nicht weil das schöner klingt, sondern weil ich sonst an der falschen Stelle anfange.
Am Ende steht kein Ergebnis, das drei Wochen hält und dann herauswächst. Sondern eines, das du zu Hause selbst wiederbekommst.

